Herbst 2019 / Frühjahr 2020

Vorträge zur europäischen Kulturgeschichte

Städte als Stätten der Kultur

Im vorigen Jahr wollten wir zeigen, wie an bestimmten Orten – einem Opernhaus, einer Prachtstraße, einer Residenzstadt – eine Kultur entstanden ist, die sich von da aus ausbreitete in Raum und Zeit.

In diesem Jahr verfolgen wir das gleiche Ziel. Allerdings beschränken wir uns auf Städte, die zu Stätten bedeutender Kulturen geworden sind.

In einer Stadt leben viele Menschen auf engem Raum zusammen. Im Gegensatz zum bäuerlichen Ideal der weitestgehenden Selbstversorgung funktioniert städtische Wirtschaft durch berufliche Spezialisierung. Kaufleute und Handwerker, Verwaltungsbeamte und Gelehrte, Hausfrauen und Prostituierte, sie unterscheiden sich stark nach Bildung, Besitz und sozialem Rang; gemeinsam ist ihnen die Zugehörigkeit zu ihrer Stadt mit deren Rechten und Pflichten. Alle sind angewiesen auf den Markt, Zentrum jeder Stadt, wo sie Waren, aber auch Gedanken und Meinungen tauschen.

Das Leben in der Stadt ist schnell und bunt. Hier finden sich Mutige, die eingefahrene Gewohnheiten verwerfen, Vorurteile beiseite schieben, Neues gestalten wollen. Eine kühne Idee kann wie ein zündender Funke die Begeisterung vieler entfachen. Das birgt Risiken, öffnet aber auch die Tür zu einem neuen Blick auf Mensch und Welt. Unter günstigen historischen Bedingungen entsteht so eine Kultur, die typisch ist für diese Stadt. Ist sie überzeugend genug, erobert sie weite Gebiete und wächst hinein in künftige Generationen. Als Beispiel dienten in der vergangenen Saison Florenz mit Renaissance und Humanismus und Weimar mit der deutschen Klassik.

Wir haben neun weitere solcher Städte ausgesucht, deren Kultur wir zeigen wollen, in ihrer historischen Bedingtheit und mit ihren Nachwirkungen bis auf unsere Zeit.

 

Alexandria die hellenistische Weltstadt

331 v.C. wurde sie von Alexander dem Großen gegründet; von den Ptolemäern als Residenz gefördert, wuchs sie sich schnell zur Weltstadt aus. Sie war hochmodern, reich an Gütern und an Menschen verschiedener ethnischer Herkunft. Das Museion, der Tempel der Musen, in dem die bedeutendsten Gelehrten und Künstler forschten und lehrten, und die große Bibliothek, eine erste Universalbibliothek, sicherten der Stadt den Ruhm, wissenschaftliches Zentrum der hellenistischen und spätantiken Welt zu sein. Ihre Nachwirkung ist kaum zu überschätzen. Wir zehren noch heute davon.

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Kultur auf der Spur - Volksbildungsverein Friedberg/Hessen e.V.

ist ein alter Verein mit einem immerjungen Ziel.
Im Gründungsjahr 1872 wollte er “das Volk bilden”.
Heute ist er “der Kultur auf der Spur”.

Dazu bietet er Vorträge zur europäischen Kulturgeschichte an, immer montags, 19:30 Uhr.
In jeder Saison wird über ein Thema gesprochen, quer durch die Jahrhunderte in verschiedenen Ländern.

Jahreshauptversammlung:
Montag, den 30. März 2020 im Anschluss an den Vortrag